Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. med. Ingo Schäfer, MPH
Veranstalter
Dezernat für Personal und Gesundheit und Drogenreferat der Stadt Frankfurt am Main
Alte Mainzer Gasse 37
60311 Frankfurt am Main
CME-Punkte: beantragt
“Aktuelle Forschungsergebnisse und praxisorientierte Informationen zum Einsatz von Medizinischem Cannabis in der Altenhilfe
In Deutschland können Patient:innen mit schwerwiegenden Erkrankungen Medizinisches Cannabis in Form von getrockneten Blüten, Extrakten und Fertigarzneimitteln auf Kosten der gesetzlichen Krankversicherung verordnet werden. Die rechtliche Grundlage dafür wurde mit dem Gesetz „zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften“ im März 2017 geschaffen.
Nach wie vor gibt es in der Altenhilfe allerdings Vorbehalte und Unsicherheiten, Cannabis als Medizin in der Praxis einzusetzen. Dies betrifft die Indikationsstellung, die Auswahl und Dosierung der Medikamente, aber auch die Antragsstellung bei Krankenkassen auf Kostenübernahme.
Dieser Kurs beinhaltet die Vorstellung von aktuellen Forschungsergebnissen und liefert praxisorientierte Informationen. Ziel ist die Erweiterung des Kenntnisstands von Mitarbeiter:innen in der Altenhilfe über Einsatzmöglichkeiten und Limitationen von Medizinischem Cannabis. Der Kurs bietet Zeit zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion.”
Organisation
Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg (ZIS)
Dr. phil. Philipp Hiller, Kirsten Lehmann
E-Mail: med-can@zis-hamburg.de
Telefonnummer: 040 / 7410 54589
Referentinnen und Referenten
Dr. phil. Philipp Hiller
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Drogenreferat der Stadt Frankfurt am Main sowie Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg
Kirsten Lehmann, MPH
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Drogenreferat der Stadt Frankfurt am Main sowie Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg
Heiko Marn
Arzt für Allgemeinmedizin
Hamburg
Nils Wommelsdorf
Krankenpfleger, Pain Nurse und Praxisanleiter
Goldbach PalliativPflegeTeam
Hamburg
Angelika Hilker (ärztl.Leiter) / Prof. Dr. med. Dr. h. c. Joachim Nadstawek
CME-Punkte: 4
Zertifiziert durch: Bayerische Landesärztekammer (BLÄK)
Kat I - Tutoriell unterstützte Online-Fortbildung
Qualifizierung durch Lernerfolgskontrolle
Die Verordnung von Cannabinoid haltigen Arzneimitteln in Form von Cannabisblüten, Cannabisrezepturarzneimitteln als Extrakte und Fertigarzneimittel ist seit mehr als vier Jahren in Deutschland auf Rezept möglich. Im Jahr 2022 steht die finale Auswertung der gesetzlich geforderten Begleiterhebung an, zu der alle Ärztinnen und Ärzte verpflichtet sind, die cannabisbasierte Arzneimittel verschreiben. Etwa zwei Drittel der 10 000 dort dokumentierten Patientinnen und Patienten berichten über positive Effekte nach einem Jahr Behandlung.
Die Symptomatik „Schmerz“ stellt mit knapp 70% die häufigste Indikation für eine Verordnung von Cannabisarzneimitteln dar. Verordnungsfähig sind Cannabisblüten, synthetisches THC und Vollspektrumextrakte mit standardisiertem Gehalt an THC und/oder CBD. Auch die Fertigarzneimittel Nabiximols und Nabilon können grundsätzlich auch außerhalb der zugelassenen Indikationen eingesetzt werden. Die genaue Wirkung von Cannabinoiden ist aktuell Gegenstand zahlreicher laufender Studien. Die bisher vorliegenden Übersichtsarbeiten zeigen eine überwiegend positive (wenn auch teils schwache) Wirksamkeit von Cannabinoiden in der Behandlung chronischer Schmerzen. Obwohl für die einzelnen Indikationen aufgrund der Datenlage noch ein sehr heterogenes Bild vorliegt, so ist doch für die schmerzmedizinische Betreuung der zumeist schwerkranken Patienten ein pragmatisches Vorgehen wünschenswert.
Der Vortrag erklärt die Wirkweise von Cannabinoiden, erläutert die Auswahl der Darreichungsformen je nach Patienten mit entsprechender Erkrankung und gibt Tipps für einen Therapiestart. Dazu werden auch Hilfen bei der Antragstellung für die Kostenübernahme, sowie ganz praktisch Hinweise für das Ausfüllen der BTM Rezepte besprochen. Anhand von Fallbeispielen wird das Gesamtkonzept der Therapie mit „Cannabis“ lebendig veranschaulicht.
CME-Veranstalter Cogitando GmbH
CME-Fortbildungspartner: Demecan GmbH - 6880.- Euro f. Durchführung, Akkreditierung
Eine Cannabinoidtherapie ist eine individuelle Therapieoption bei Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen und unzureichender Wirkung vorangegangener Behandlungsansätze. Eine Zulassung cannabisbasierte Medikamente liegt nur für sehr wenige Erkrankungen vor. In der überwiegenden Zahl der Fälle ist bei gesetzlich Versicherten die Kostenübernahme an sozialmedizinische Voraussetzungen gebunden. Das Webinar beleuchtet die gesetzlichen Grundlagen der Cannabinoidtherapie [..].
Mehr Infos
CME-Veranstalter
Cogitando GmbH
Ärztlicher Leiter/ CME-Referent:
Dr. med. Stephan Konrad
Kosten: kostenlos
Finanzieller Förderer
Drapalin Pharmaceuticals GmbH - 7540 Euro - Durchführung, Hosting, Video, Akkreditierung
CME-Punkte: 4 | Kat I - Tutoriell unterstützte Online-Fortbildung
Zertifiziert bis Freitag 20 Januar 2023 durch Bayerische Landesärztekammer (BLÄK)
Berufsgruppe: Ärzte
CME-Beschreibung: Die Spezielle Schmerztherapie beinhaltet die Diagnostik und Therapie chronischer Schmerzen. Im Webinar wird ein pragmatischer Ansatz vorgestellt, wie Diagnostik und Therapie mit medizinischem Cannabis in die Praxis integriert werden können.
Kosten: Kostenfrei
CME-Punkte: 2 (Kat I - Tutoriell unterstützte Online-Fortbildung)
Ärztlicher Leiter: Dr. med. Stephan Konrad
Facharzt für Anästhesiologie, Spezielle Schmerztherapie, Palliativmedizin Schmerzzentrum Bad Tölz
Zertifiziert bis: 11. März 2022
Für den therapeutischen Einsatz von Cannabis und Cannabinoiden besteht aufgrund limitierter Evidenz noch immer Unsicherheit, bei welchen Indikationen eine Therapie sinnvoll und sicher durchgeführt werden kann. Zwar stehen cannabisbasierte Fertigarzneimittel für die Indikation Spastik bei Multipler Sklerose, Chemotherapie-bedingte Übelkeit und bestimmte kindliche Epilepsieformen zur Verfügung. Eine Wirksamkeit von Cannabinoiden ist allerdings auch bei weiteren Erkrankungen, wie z.B. bei Tumorschmerz, chronischen neuropathischen und nichttumorbedingten Schmerzen, Inappetenz und Kachexie bei HIV-Infektion usw. bekannt.
Mit Änderung der Kostenregelung im Sozialgesetzbuch besteht seit 2017 die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen Cannabis unabhängig von fest definierten Indikationen zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen zu verordnen. Seitdem sind die Verordnungen erheblich gestiegen. Auch auf Seite der Patienten nimmt das Interesse zu, bei den Behandlern besteht allerdings oft Unsicherheit. Im Praxisalltag stellt sich häufig eine Reihe von Fragen. Für welche Patienten ist ein therapeutischer Nutzen zu erwarten? Wie gestalte ich die Therapie? Was und vor allem wie kann ich verordnen? Was muss ich als Behandler beachten?
In diesem Webinar soll explizit auf praxis- und verschreibungsrelevante Themen eingegangen werden – eine Anleitung von der Indikationsstellung über die Präparatauswahl zur Antragstellung und Verordnung.